Ambulante Operationen


Gut sehen: Refraktive Chirurgie.

Refraktive Chirurgie

Die Möglichkeiten der refraktiven Chirurgie zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -18 Dioptrien und der Weitsichtigkeit bis +8 Dioptrien sind in den letzten Jahren verstärkt in den Blickpunkt gerückt. Es gibt mehrere hornhaut- und linsenchirurgische Verfahren, die wir Ihnen anbieten können.

 

ICLIntracorneale Linse

Die ICL ist ein Implantat zur Behandlung sowohl der hohen Kurzsichtigkeit (Myopie) als auch der höheren Übersichtigkeit (Hyperopie). Sie stellt eine Alternative zur Korrektur durch Brillen oder Kontaktlinsen sowie zu anderen mikro- und laserchirurgischen Verfahren dar.

Bei der derzeit verwendeten ICL handelt es sich um ein Collamer (Kollagen / HEMA-Polymer), ein in höchstem Maße bioverträgliches Material.

Die ICL wird zunächst in ein Auge implantiert. Falls die Korrektur nicht zufriedenstellend ausfällt, kann zu einem späteren Zeitpunkt ein Eingriff zum Austausch gegen eine andere ICL durchgeführt werden.

Das zweite Auge bedarf vorübergehend weiterhin einer Fernkorrektur, meist mit Kontaktlinse (eine Brillenkorrektur ist aus optischen Gründen oft nicht möglich). Nach dem Erreichen einer guten Sehschärfe am erstoperierten Auge kann eine ICL auch in das zweite Auge implantiert werden.

Der chirurgische Eingriff zur Implantation der ICL wird in Lokalanästhesie durchgeführt. unter OberfIächen-, Lokal- oder Allgemeinanästhesie vorzunehmen. Die möglichen Anästhesierisiken werden durch sorgfältige Überwachung während und nach dem chirurgischen Eingriff auf ein Minimum reduziert. Zu ihnen gehören: allergische Reaktionen, Schädigung des Auges und Blutungen. Bei bestehender Schwangerschaft wird wegen möglicher Schädigung des Föten durch Medikamente keine ICL - Implantation vorgenommen.

Da die Durchführung dieser Operation über das Maß einer medizinisch notwendigen ärztlichen Versorgung hinausgeht, geschieht diese nur auf ausdrückliches Verlangen des Patienten. Die Kosten für die Behandlung werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

CLEClear Lens Exchange

Bei der Clear Lens Exchange erfolgt ein Austausch der körpereigenen klaren Linse gegen eine künstliche (Monofokal-)Linse mit der vorher berechneten Korrektur. Aufgrund der fehlenden Nahanpassungsmöglichkeit der künstlichen Linse ist anschließend in der Regel eine Lesebrille notwendig. Wir bieten in unserer Praxis auch die Implantation einer Multifokallinse an, die unter Umständen eine Lesebrille nach der Operation überflüssig machen kann.

Zur Erklärung: In Ihrem Auge befindet sich hinter der Pupille, die eine Öffnung in der Regenbogenhaut darstellt, eine kleine Linse. Diese ist für eine scharfe Abbildung Ihrer Umwelt auf der Netzhaut erforderlich. Bei höherer Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie) ist es trotz der klaren Linse nicht möglich, ohne Korrektur (Brille oder Kontaktlinse) in die Ferne zu sehen.

Wenn bei höheren Brechungsfehlern der Wunsch besteht, eine operative Korrektur der Fehlsichtigkeit vornehmen zu lassen, kann man die klare Linse entfernen. An ihre Stelle wird eine künstliche Linse implantiert. Das angewandte Verfahren ist erprobt und wird seit Jahrzehnten bei der Operation des "Grauen Star" eingesetzt.

Da bei dieser Operation das Auge aber seine natürliche Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Entfernungen selbst scharf einzustellen ("Akkommodation") gänzlich verliert, wird dieses Verfahren nur dann eingesetzt, wenn die Akkommodationsfähigkeit bereits reduziert ist, sich die Linse bereits zu trüben beginnt (Grauer Star) oder andere wichtige Gründe vorliegen, die diesen Eingriff sinnvoll machen. Die eingesetzte Linse gleicht den größten Teil des Sehfehlers aus. Wenn eine zusätzliche schwache Korrektur notwendig ist, erhalten Sie die entsprechende Brille ca. 2 Monate nach der Operation.

Diese Linse (Monofokallinse) kann man jedoch nur für eine Entfernung berechnen. Man plant dabei in den meisten Fällen ein gutes Sehen für die Ferne, braucht dann zum Lesen aber eine Brille. Anstelle dieser Monofokallinse ist es auch möglich, eine sogenannte Multifokallinse einzusetzen mit der man sowohl in die Ferne sehen, als auch lesen kann. Sie ist weitgehend mit einer Gleitsichtbrille vergleichbar. Ob Ihr Auge für diese Korrekturmöglichkeit geeignet ist, sollten Sie mit Ihrem Augenarzt oder dem Operateur besprechen.

Zur Berechnung der bestmöglichen Kunstlinse wird Ihr Auge im Rahmen der Voruntersuchung exakt vermessen. Nach der Operation werden Sie keine oder nur eine Brille mit sehr geringer Korrektur tragen müssen. Die Vermessung des Augapfels erfolgt mit Ultraschall; die Genauigkeit dieser Ultraschall-Methode ist akzeptabel. Neuerdings gibt es ein neues, inzwischen weltweit etabliertes berührungsfreies Meßverfahren zur Berechnung der Kunstlinse, das auf der Laser-Technik beruht. Auch in unserer Tagesklinik können wir Ihnen dieses Meßverfahren anbieten. Die Wahrscheinlichkeit, ein für Ihre Situation bestmögliches Ergebnis nach der Operation zu erzielen, steigt mit der Verwendung dieses Verfahrens an.